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Rechtsstaat macht Schule
Respekt ist eine wichtige Tugend, gerade in den heutigen aufgewühlten und zerrütteten Zeiten. Aber nicht nur dem Respekt seinen Mitmenschen, auch dem Respekt den staatlichen Institutionen gegenüber kommt eine große Bedeutung zu, um eine funktionierende, lebendige Demokratie am Leben zu erhalten. Das sollte trainiert und gefördert werden. Am besten so früh wie möglich, idealerweise bereits in der Schule. Wie geht das? Lehrerin Kathrin Proschinger und die Klasse 8d des Schulzentrums am Wört zeigten es: Sie machten mit beim Projekt „Rechtsstaat macht Schule“ – angeboten vom Ministerium der Justiz und dem Ministerium des Inneren.
An einem ganzen Schulvormittag, aufgeteilt in drei je zweistündige Blöcke, wurden die Schüler von unterschiedlichen Experten über die Aufgaben und Arbeitsweisen der Polizei und der Justiz informiert. Das höhere Ziel: die Akzeptanz rechtsstaatlicher Entscheidungen so früh wie möglich zu stärken, Verständnis für rechtsstaatliches Vorgehen zu erreichen, den Respekt vor dem Rechtsstaat zu steigern und das Vertrauen in seine Repräsentanten zu fördern.
Herr Weiland von der Polizei machte den Anfang. Was ist die Polizei? Was sind deren Aufgaben? Was darf die Polizei und was tut sie, wenn der Verdacht auf eine Straftat besteht? All diese Dinge vermittelte der Polizist den Achtklässlern und ging dabei auch immer wieder auf die Fragen der Jugendlichen ein. Was war sein spannendster Fall gewesen? Wie war das mit der Amokfahrt des Baggerfahrers vor ein paar Monaten hier im Main-Tauber-Kreis? Unaufgeregt schilderte Weiland seine Erfahrungen. Außerdem präsentierte er den Schülern drei Fallbeispiele, bei denen die Polizei gerufen wird. Bei einem dieser Fälle wird einem Schüler von zwei älteren Mitschülern der Kopfhörer gewaltsam entwendet. Die Klasse 8d gab ihre eigene Einschätzung zu dem Fall ab. Nun trat die Justiz auf den Plan. Herr Schmidt von der Staatsanwaltschaft referierte über den Rechtsstaat im Allgemeinen, erklärte das staatliche Gewaltenmonopol und informierte über die Justiz und die Gerichte. Anschließend ging es für die Achtklässler an die Arbeit: In Kleingruppen bearbeiteten sie Gesetzestexte und prüften, inwieweit diese für die drei von Weiland präsentierten Fallbeispiele relevant sein konnten. Wie würde die Staatsanwaltschaft hier nun Anklage erheben?
Zum Abschluss des Schultages war Frau Kaiser an der Reihe. Die ehemalige Richterin, die jetzt wieder als Staatsanwältin arbeitet, trat mit den Schülern als Expertin stellvertretend für das Gericht in Kontakt. Nun wurde es spannend – die Achtklässler führten unter der Anleitung von Kaiser eine Gerichtsverhandlung als Rollenspiel durch. Verteidiger, Angeklagte, Staatsanwaltschaft, Schöffen, Nebenkläger, Zeugen und Jugendgerichtshilfe wurden eingeteilt. Kaiser war die Richterin. Die Rollen mussten erarbeitet und eingeübt werden. Dann durften die Jugendlichen im Planspiel selbst erleben, wie eine Gerichtsverhandlung abläuft – auch ein Gerichtsurteil wurde zum Schluss von der Richterin gefällt. Eine tolle Erfahrung, der Rechtsstaat direkt in der Schule in Aktion. Eine Erfahrung, die zum Verständnis der Arbeitsweisen des Rechtsstaates und damit eben zur Steigerung des Respektes gegenüber den staatlichen Institutionen beitragen dürfte. Gelebte Demokratie.
Bild: Rollenspiel Gerichtsverhandlung

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Theaterstück "Am Limit" am Schulzentrum am Wört
Beleidigungen, Grenzverletzungen, Mobbing, Gewalt in unterschiedlichen Formen – viele Schüler haben damit in ihrer Schullaufbahn schon leidvolle Erfahrungen gemacht, obwohl sich eigentlich alle von ihnen danach sehnen, in Ruhe und Frieden zur Schule gehen oder mit ihren Freunden abhängen zu können. Dass eben genau dies möglich wäre, wenn man auf bestimmte Umgangsregeln und die empathische Kommunikation achten würde, versuchte das Theater Q – Rage (couragiertes theater) den Siebtklässlern des Schulzentrums am Wört im Rahmen des Präventionstheaters „Am Limit“ näherzubringen.
Zweitausend Euro stellte der Rotary Club Tauberbischofsheim dem Schulzentrum zur Verfügung, um das Präventionstheater sowie einen Gewaltpräventionstrainer, der die Klassen im Unterricht besuchte und mit ihnen arbeitete, an die Schule zu holen. Gut investiertes Geld, denn die 60minütige Vorstellung „Am Limit“ verstand es total, mit der Handlung in die Lebenswelt der Jugendlichen einzutauchen und eine emotionale Verbindung zu den Siebtklässlern aufzubauen:
Julia und Max gehen in die gleiche Klasse, sie sind beste Freunde. Als eine neue Mitschülerin in der Klasse gemobbt wird, kann Julia nicht mehr mitansehen, dass keiner etwas dagegen unternimmt. Sie wird aktiv und stellt sich dem Mobber couragiert entgegen. Ihr Freund Max allerdings nimmt die Beobachterrolle ein und will sich nicht einmischen. Es kommt zur Eskalation. Max muss sich entscheiden, zu wem er steht, was ihm sichtlich schwerfällt.
Auch den Zuschauern ging es so.
Immer wieder unterbrachen die beiden professionellen Schauspieler die Bühnenhandlung an solchen zentralen Stellen, um gemeinsam mit den Jugendlichen das Geschehen zu reflektieren. Wo haben die Schüler selbst bereits Gewalt (verbale, körperliche oder auch psychische) miterlebt? Was ist der Unterschied zwischen Mobbing und Ärgern? Ist Hilfe holen mit „Petzen“ gleichzusetzen? Was würden die Jugendlichen selbst an der Stelle von Julia und Max unternehmen?
Große Bedeutung kommt in solchen Konfliktfällen der Kommunikation zu – Einsicht in sein eigenes Verhalten üben-, Gespräche ohne Vorwürfe führen-, Fehler eingestehen und sich entschuldigen können. Das kann verfahrene Situationen entschärfen und schwerwiegenderen Folgen vorbeugen. Darauf gingen die Darsteller in der Interaktion mit den Heranwachsenden immer wieder ein und bestärkten sie darin, Mitschülern zu helfen und Zivilcourage zu zeigen.
In der darauffolgenden Woche besuchte Gewaltpräventionstrainer und Erlebnispädagoge Bettels die siebten Klassen und knüpfte bei seiner Arbeit mit den Jugendlichen an die Handlung des Theaterstücks an. In vielen Rollenspielen, in denen die Schüler selbst aktiv werden und sich in verschiedene Situationen einfühlen konnten, wurde das Thema Ausgrenzung und Kommunikation aufgegriffen. Die Schüler stellten auf diese Art und Weise eine emotionale Verbindung zu den Geschehnissen her und suchten zusammen nach möglichen Lösungswegen. Eine passende und wirkungsvolle Aufarbeitung der Theaterhandlung, die den Jugendlichen mit Sicherheit im Gedächtnis bleiben wird. Und hoffentlich den Weg zu einem verständnisvolleren Umgang miteinander ebnen kann.
Im Bild(von links): Schulleiter Christian Wamser sowie Hans-Jürgen Reusch und Harald Keitel vom Rotary Club Tauberbischofsheim bei der Spendenübergabe.


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Sieger des Vorlesewettbewerbs am Schulzentrum am Wört – Werkrealschule und Realschule
Eine tolle Leistung gebracht und sich – kurz vor Weihnachten - selbst beschenkt haben fünf Schüler/innen des Schulzentrums am Wört. Der Grund hierfür: In den sechsten Klassen stand die erste Runde des Vorlesewettbewerbs an. Im Rahmen dieses jährlich stattfindenden Wettstreits der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels galt es, sich in der eigenen Klasse gegen seine Mitschüler durchzusetzen und die Jury von den eigenen Vorlesekünsten zu überzeugen. Geschafft haben dies bei der Realschule Frederik Vierneisel (6c), Sebastian Grein (6d) und Anna Katharina Berberich (6e) sowie bei der Werkrealschule Adele Lange (6a) und Felix Hetzer (6b). Diese fünf konnten mit ihren selbst gewählten sowie den unbekannten Texten die Klassenjury am nachhaltigsten beeindrucken.
Anschließend stand die nächste Runde an, die von den Schülern schon mit Spannung herbeigesehnt wurde. Nun traten die Klassensieger der jeweiligen Schulart gegeneinander an. Nochmals lasen sie aus ihren selbst ausgewählten Büchern vor, mussten aber genauso einen fremden Text, der für alle gleich war, betont und gefühlvoll vortragen. Danach trafen die Deutschlehrerinnen der sechsten Klassen ihre Entscheidungen, die als Sieger bei der Realschule Frederik Vierneisel und bei der Werkrealschule Adele Lange hervorbrachten. Würdige Gewinner, da sie ihre Texte toll gestalten hatten.
Somit dürfen diese beiden Sechstklässler ihre jeweilige Jahrgangsstufe beim Bezirksentscheid zu Beginn des neuen Kalenderjahres vertreten. Bis dahin kann und darf noch fleißig weiter geübt werden.
Zur Würdigung der drei Sieger der Realschule wurde außerdem eine besondere vorweihnachtliche Vorlesestunde veranstaltet. Moderiert wurde diese von Stella Erlenbach und Paul Seubert, die im letzten Schuljahr zum Vorlesewettbewerb angetreten waren. Nach der Begrüßung überreichte Schulleiter Christian Wamser den beiden Klassensiegern und dem Schulsieger unter begeistertem Applaus ihre Urkunden und Buchgutscheine.
Danach lasen die drei Sieger gemeinsam eine vorweihnachtliche Geschichte vor. Das Publikum setzte sich aus den drei fünften Klassen der Realschule zusammen, die sich im Rahmen der Leseförderungsstunde, die seit diesem Schuljahr fest im Stundenplan der fünften Klassen der Realschule verankert ist, zu diesem Anlass trafen. Nun können sich auch die Fünftklässler etwas unter dem Vorlesewettbewerb vorstellen und freuen sich bestimmt schon, im nächsten Schuljahr selbst daran teilnehmen zu dürfen.


Herr Wamser mit den Siegerinnen und Siegern (von links): Adele Lange (WRS 6a), Felix Hetzer (WRS 6b), Anna Katharina Berberich (RS 6e), Frederik Vierneisel (RS 6c) und Sebastian Grein (RS 6d)
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d-Truck zu Besuch am Schulzentrum
Digitale Kompetenzen, also der sichere Umgang mit digitalen Medien, Technologien und Anwendungen, sind schon heute in vielen Berufen eine wichtige Grundvoraussetzung, um erfolgreich durchzustarten. Dies betrifft einerseits die Nutzung digitaler Tools im Arbeitsalltag. Andererseits nimmt auch der Fachkräftebedarf im technischen Bereich und in der IT weiter zu. Unter dem Motto „Digitale Technologien | Anwendungen | Berufe“ informiert die Bildungsinitiative expedition d deshalb junge Menschen darüber, wie die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert und in welchen Berufen sie diese Transformation mitgestalten können. Als Baustein des Programms COACHING4FUTURE tourt der expedition d-Truck während des gesamten Schuljahres durch Baden-Württemberg.
Jetzt machte der Truck, das doppelstöckige Ausstellungsfahrzeug, auf Einladung des Schulzentrums am Wört, Stopp in Tauberbischofsheim. Weithin sichtbar parkte er für drei Tage direkt auf dem Schulhof.
Mit ihren jeweiligen Fachlehrern durften die Schüler der achten und neunten Klassen des Schulzentrums dem d-Truck einen Besuch abstatten.
Zu Beginn ihres Rundgangs durch den expedition d-Truck diskutierten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Coaches Aurelia Stein und Benjamin Wiest, wo ihnen digitale Technologien im Alltag begegnen. Anschließend erhielten sie den Auftrag, ein eigenes innovatives Produkt zu entwickeln, wie zum Beispiel eine Smart Home App, oder eine Unterrichtsstunde im Jahr 2030 zu gestalten. Welche digitalen Lösungen sie dafür brauchten, fanden sie im „Raum der Technologien“ im Erdgeschoss des Trucks heraus. An Stationen zu Robotik, Sensorik, Machine Learning, Coding, Virtual Reality und vielem mehr erfuhren sie wichtige Details über die jeweilige Technologie, lösten praktische Aufgaben und kniffelige Quizfragen.
Gemeinsam programmierten sie die Lichtanlage im Truck, trainierten eine künstliche Intelligenz, entschlüsselten Codes, steuerten Sensoren, sortierten in der virtuellen Realität Planeten oder spielten mithilfe ihrer eigenen Biosignale Pingpong. Die Jugendlichen arbeiteten dabei mit Tablets, an einer sechs Meter langen Multimedia-Wand, aber auch an vielen Hands-on-Stationen.
Im „Raum der Ideen“ im Obergeschoss hielten sie in einem „DigiPoster“ fest, welche Technologien und Berufe sie für ihre digitale Innovation benötigten. Dabei kam es vor allem auf Teamwork, Kreativität und Kommunikation an – wichtige Kompetenzen für die digitale Welt. Mitmach-Workshops ergänzten das Programm. Hier galt es etwa, ganz ohne Informatik-Kenntnisse, mit einer intuitiven Blockprogrammierung eine selbst erdachte Handy-App zu erstellen. In einem weiteren Workshopformat traten die Schülerinnen und Schüler im Stile eines Exit-Games gegen die Künstliche Intelligenz des Trucks an und lösten unter Zeitdruck Aufgaben und Rätsel des digitalen Alltags. Informationen zu Bildungswegen und Berufsbildern ergänzten das Angebot, welches sehr positiv von den Jugendlichen angenommen wurde.


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Suchtpräventionswoche 21.-25. Oktober 2024
Lesen, Pythagoras, Flächenberechnung, irregular verbs, die Französiche Revolution – klar, alles wichtige Dinge, die in der Schule vermittelt werden. Jeder von uns hat sich schon, mehr oder weniger erfolgreich, damit auseinandergesetzt. Sind sie das Erfolgsrezept für ein glückliches, erfülltes und gesundheitsbewusstes Leben im Erwachsenenalter? Mitnichten, auch das ist jedem klar. Deshalb gibt es neben diesen zweifelsohne wichtigen stofflichen Themen noch andere Bereiche, die den Schülern in ihrer Schulzeit nähergebracht werden sollten. Eines davon stand nun für eine ganze Woche im Schulzentrum am Wört in Tauberbischofsheim im Mittelpunkt: Die Suchtprävention. Und alle Achtklässler, fünf Klassen der Werkrealschule und der Realschule, durften daran teilnehmen und davon profitieren.
Mit großem Einsatz hatten die Schulsozialarbeiterinnen Schmitt und Döring in Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen Frech und Philipp diese Woche auf die Beine gestellt. Die großen Gefahren des Drogenkonsums, egal welcher Art, die oft schrecklichen Folgen davon und natürlich auch wichtige mögliche Handlungsalternativen, um einer Suchterkrankung vorzubeugen, wurden den Jugendlichen in dieser Schulwoche eindrucksvoll aus verschiedenen Perspektiven nähergebracht. Immer wieder stand dabei besonders die Stärkung des eigenen Selbstwertes in Kombination mit der Fähigkeit, „Nein!“ sagen zu können, im Vordergrund.
Unterstützung erhielt das Schulzentrum hierbei vom Kiwanis Club Tauberfranken, die 500 Euro spendeten, um den „heimlichen“ Star dieser Woche an die Schule zu bringen: Timo Schüsseler. Alle Schüler sowie Michael Bundschuh und Tanja Lohmeyer vom Kiwanis Club waren bewegt und ergriffen von der schonungslos offenen und ehrlichen Art, wie Schüsseler ihnen seinen Leidensweg als Alkoholabhängigen schilderte. Die tiefsten Tiefen des Lebens – Schüsseler war zeitweise per Du mit ihnen. Das Ende vom Lied: Multiples Organversagen und lebenslange Arbeitsunfähigkeit. Das soll den Schülern in ihrem Leben mal nicht passieren – eine große Motivation für Schüsseler für seine Vorträge an Schulen.
Auch die „Wilde Bühne“ aus Stuttgart war in der Suchtpräventionswoche am Schulzentrum mit von der Partie. Finanziert durch den „Aktionskreis Sucht“ und den Förderverein des Schulzentrums leisteten die ehemals selbst suchtabhängigen Schauspieler der Interaktionsbühne eine wichtige Präventionsarbeit. Ihre Stücke drehten sich immer um das Thema „Sucht“, nah an die Lebensrealität der Achtklässler angelegt. Und diese schauten nicht einfach nur zu – nein, geschickt banden die Schauspieler aus Stuttgart die Jugendlichen in ihre Vorstellung mit ein. Plötzlich fanden sich manche Schüler selbst auf der Bühne wieder und mischten kräftig mit. Improvisation mit Unterhaltung und Lerneffekt!
Warum ist Alkohol schädlich, führt zu manchen Peinlichkeiten, oder, noch viel schlimmer, zu schmerzhaften und gefährlichen Unfällen? Lernen durch Erfahrung war hier angesagt. Möglich gemacht wurde dies durch die „Rauschbrille“ aus dem Koffer der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Sie sorgt dafür, dass man Wahrnehmungsstörungen ähnlich wie beim Alkoholkonsum hat – die simple Aufgabe, vor den Augen der belustigten Mitschüler die Schuhe zuzubinden, wurde so zur Höllenqual.
Ein weiterer prominenter und spannender Gast konnte für die Suchtpräventionswoche, dank der finanziellen Unterstützung der Sparkassenstiftung, gewonnen werden. Kera Rachel Cook klärte die Achtklässler über Essstörungen auf. Als ehemalige Teilnehmerin bei „Germanys Next Top Model“ (wofür sie 20 Kilo abgenommen hatte) und ehemaliges Plus-Size-Model weiß sie sehr genau, wovon sie spricht. Den Fokus auf die eigenen Stärken legen und seine Schwächen akzeptieren, sich selbst annehmen, wie man ist und seine eigenen „Super“-Kräfte entdecken und fördern, dieses Anliegen wollte sie ihren jugendlichen Zuhörern näherbringen. Kurz gesagt, den Selbstwert stärken, um nicht der Gefahr einer Essstörung zu verfallen.
Auch aktuelle Themen, wie das neue Cannabis-Gesetz, wurden in der Woche thematisiert. Die neue Rechtslage wurde erörtert und die Schüler über mögliche Gefahren aufgeklärt.
Echte Glücksgefühle, nicht ausgelöst durch krankmachende Stoffe, kann man auch bei sportlicher Betätigung finden. Sich selbst herausfordern, an seine Grenzen gehen, das schüttet Glückshormone aus. Exemplarisch dafür durften die Jugendlichen sich in der Sportart „Parcours“, angeleitet von Sportlehrer Wolfahrth, ausprobieren.
Zwar keine irregular verbs gelernt oder die Flächenberechnung vertieft, aber trotzdem sehr viel Wertvolles für das ganze Leben gelernt – das war die Suchtpräventionswoche am Schulzentrum am Wört.
Kera Rachel Cook bei ihrem Vortrag vor den 8.Klassen

Spendenübergabe des Kiwani Clubs Tauberfranken für den Vortrag von Timo Schüsseler (von links: Tanja Lohmeyer (Kiwanis), Michael Bundschuh (Kiwanis), Timo Schüsseler, Birgit Schmitt (Schulsozialarbeit), Ines Frech (Lehrerin), Elke Philipp (Lehrerin)

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Einschulungsfeiern der 5. Klassen
Fast einhundert neue Schüler konnte das Schulzentrum am Wört zu Beginn des neuen Schuljahres 2024/25 begrüßen.
Insgesamt 92 Jungen und Mädchen waren montags (Werkrealschule) und dienstags (Realschule) total gespannt in der Mensa des Schulzentrums erschienen, natürlich begleitet von ihren Eltern oder zum Teil auch noch von ihren Geschwistern. Was würde sie erwarten? Wer waren ihre neuen Mitschüler? Wie sah die neue Klassenlehrerin aus und wo lag das Klassenzimmer? Alle diese Fragen wurden im Rahmen der Einschulungsfeiern nach und nach beantwortet. Die ehemaligen Fünft- also die jetzigen Sechstklässler, hießen die Neuankömmlinge willkommen und führten ihnen in gut vorbereiteten Präsentationen und Rollenspielen wichtige Elemente aus dem Schulleben am Schulzentrum vor: das Sekretariat, die Schulleitung, der Pausenhof, das Foyer, die Streitschlichter, die Schulsanitäter und noch einiges mehr wurden lebhaft vorgestellt. So konnte bereits ein erster Eindruck des Schulzentrums für die Fünftklässler entstehen. Außerdem wurde es auch musikalisch bei den Einschulungsfeiern – die Bläserklasse, die Rock-AG oder auch eine sechste Klasse traten mit ihren Liedern auf. Auch Rektor Wamser ließ es sich natürlich nicht entgehen, einige Worte an die neuen Schüler und ihre Eltern zu richten. Er verglich das Schulleben mit einer Zugfahrt – er sei der Lokführer, die Klassen- und Fachlehrer die Zugbegleiter und die Schüler die Reisenden in den verschiedenen Waggons und Abteilungen.
Doch der wichtigste Punkt der Einschulungsfeiern war für die Fünftklässler natürlich, als sie von ihren Klassenlehrerinnen aufgerufen und von diesen zusammen mit ihren neuen Mitschülern in ihr eigenes Klassenzimmer begleitet wurden und sich dort kennenlernen durften.
Währenddessen versorgte Rektor Wamser die wartenden Eltern noch mit einigen Information, ehe dann der erste Schultag an der neuen Schule beendet war.