Vorlesewettbewerb 2022 / 2023 – Regionalentscheid im Schulzentrum am Wört
Sechstklässler machen den Sieger aus der Region „Main-Tauber-Nord“ unter sich aus
Die Spannung stieg. Gleich war es soweit. Der oder die Gewinnerin sollte in wenigen Momenten verkündet werden. Wer hatte es geschafft? Wer hatte die Jury von sich überzeugen können? Verdient hätten es sicherlich alle neun Teilnehmer, die sich in den letzten Wochen vorbereitet und nun getraut hatten, ihre Lesetexte den anwesenden Zuschauern sowie der dreiköpfigen Jury vorzutragen.
Versammelt hatten sich die neun Sechstklässler für den Kreisentscheid des diesjährigen Vorlesewettbewerbes im Schulzentrum am Wört in Tauberbischofsheim. Eine Einladung hierher hatten die Jugendlichen erhalten, weil sie zuerst den Wettstreit im Lesen in ihrer eigenen Klasse für sich entschieden und sich dann auch noch gegen die anderen Klassensieger aus den Parallelklassen an ihrer Schule durchgesetzt hatten. Eine großartige Leistung. Nun waren die Schüler aus Wertheim, Külsheim, Lauda und Tauberbischofsheim, also der Region „Main- Tauber – Nord“, mit dem Traum, den Bezirksentscheid zu erreichen, im Gebäude des Schulzentrums am Wört zusammengekommen. Alle Schulformen, egal ob Werkrealschule, Realschule, Gemeinschaftsschule oder Gymnasium, waren vertreten. Die gelungene Organisation sowie Moderation des Kreisentscheids hatten Christina Born und Johanna Wengel, Lehrerinnen am Schulzentrum, übernommen. Souverän leitete Born durch die Veranstaltung. In der ersten Runde durften die Teilnehmer aus einem selbst ausgesuchten Jugendbuch vorlesen. Kein Problem für die Schüler, das hatten sie immer wieder geübt. Auch die Nervosität bekamen sie gut in den Griff. Schwieriger wurde es danach. Ein Auszug aus einem Fremdtext musste vorgetragen werden. Fehlerfrei und flüssig lesen, an den richtigen Stellen betonen, den perfekten Mix aus laut und leise finden – das waren ganz wichtige Punkte dabei. Darauf achteten die drei Mitglieder des Bewertungsteams – Frau Döring (Katholische Bücherei TBB), Frau Schmitz (Stadtbücherei Wertheim) und Herr Dr. Haaf (ehem. Kinderarzt, Lesepate an der Grundschule TBB). Die drei Erwachsenen hatten es in der Hand, welcher Schüler in die nächste Runde des deutschlandweiten Vorlesewettbewerbs, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht und an dem sich bis zu 600 000 begeisterte Leseratten jährlich beteiligen, einziehen würde. Der Sieger hat in den nächsten Monaten die Möglichkeit, über die dann folgenden Bezirks- und Landesentscheide das Bundesfinale im Sommer in Berlin zu erreichen. Ein großes und erstrebenswertes Ziel.
Dann war es endlich soweit, das Ergebnis wurde verkündet. Fabienne Wühr aus Impfingen (Realschule Schulzentrum am Wört, Klasse 6d) hatte den größten Eindruck hinterlassen. Freudestrahlend nahm die Siegerin ihre Urkunde und ihren Buchpreis entgegen. Und nach der Entscheidung ist vor der Entscheidung – die Vorbereitung für die nächste Runde des Vorlesewettbewerbs steht für Fabienne an, aber zwischendrin darf auch immer mal wieder von der möglichen Reise nach Berlin geträumt werden.